Madagaskar Grosskopfgeckos Informationen
Madagaskar-Großkopfgecko
Paroedura picta
Madagaskar-Großkopfgeckos sind nachtaktive, überwiegend bodenbewohnende Geckos. Den Tag verbringen sie meist gut versteckt unter Rindenstücken, in Höhlen oder anderen Verstecken. In der Nacht werden sie aktiv, gehen auf Futtersuche und erkunden ihr Terrarium. Obwohl sie hauptsächlich am Boden leben, nutzen sie gerne niedrige Äste, Wurzeln, Korkstücke oder Rückwände zum Klettern.
Bei guter Pflege und artgerechter Haltung können Madagaskar-Großkopfgeckos etwa 8–12 Jahre alt werden.
Es wird empfohlen, Madagaskar-Großkopfgeckos bei erfahrenen Züchtern zu kaufen, die auf gesunde Tiere und eine artgerechte Aufzucht achten. Ich habe regelmäßig Nachzuchten verfügbar und stehe Ihnen auch nach dem Kauf gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Herkunft
Paroedura picta stammt aus den trockenen bis halbtrockenen Regionen im Süden und Südwesten Madagaskars. Dort lebt die Art bodennah in Savannen, Trockenwäldern, felsigen Bereichen und unter Rindenstücken oder Steinen. Direkte Sonneneinstrahlung wird meist gemieden; tagsüber verstecken sich die Tiere in Spalten, Höhlen oder anderen geschützten Unterschlüpfen.
Ernährung
Madagaskar-Großkopfgeckos sind überwiegend Insektenfresser. Zu ihrer Nahrung gehören unter anderem Grillen, Steppengrillen, Heimchen, kleine Heuschrecken, Schaben und gelegentlich Wachsmottenlarven. Mehlwürmer sollten nur sparsam gefüttert werden, da sie sehr fetthaltig sind.
Jungtiere werden in der Regel täglich oder fast täglich mit passend kleinen Futtertieren gefüttert. Erwachsene Tiere erhalten etwa alle 2–3 Tage Futter. Die Futterinsekten sollten regelmäßig mit einem geeigneten Kalzium- und Vitaminpräparat bestäubt werden, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Haltung & Einrichtung
Für ein adultes Tier sollte das Terrarium mindestens 60 × 40 × 40 cm groß sein. Bei Paarhaltung oder Gruppenhaltung ist entsprechend mehr Platz empfehlenswert.
Als Bodengrund eignet sich ein grabfähiges Substrat, das sowohl trockenere als auch leicht feuchte Bereiche ermöglicht. Jungle Bedding kann verwendet werden, sollte aber nicht dauerhaft komplett nass gehalten werden. Wichtig ist ein Feuchtigkeitsgefälle im Terrarium.
Mehrere Versteckmöglichkeiten sind sehr wichtig. Geeignet sind zum Beispiel Korkröhren, Rindenstücke, Steine, Wurzeln oder kleine Höhlen. Eine feuchte Höhle oder Wetbox wird empfohlen, besonders zur Unterstützung der Häutung und bei Weibchen auch als möglicher Eiablageplatz.
Empfohlenes Zubehör:
- Äste oder Wurzeln zum Klettern
- Wasserschale
- Calciumschale
- Wärmespot für einen warmen Bereich
- Mehrere trockene und feuchte Verstecke
- Pflanzen, echt oder künstlich, für Deckung und Optik
Beleuchtung
Auch wenn Paroedura picta nachtaktiv ist, sollte das Terrarium tagsüber hell beleuchtet werden, um einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu unterstützen. Eine schwache UVB-Beleuchtung mit etwa 2–5 % kann die natürliche Vitamin-D₃-Synthese unterstützen, ist bei guter Supplementierung aber nicht zwingend notwendig.
Für die Grundbeleuchtung eignen sich LED-Tageslichter oder schwache Vollspektrum-Lampen. Nachts sollte das Terrarium möglichst dunkel bleiben.
Temperatur & Luftfeuchtigkeit
- Wärmepunkt: ca. 30–32 °C
- Gesamttemperatur tagsüber: ca. 26–28 °C
- Kühlere Bereiche: ca. 23–25 °C
- Nachttemperatur: ca. 20–22 °C
- Luftfeuchtigkeit: ca. 40–60 %, nach dem Sprühen kurzzeitig auch höher
Eine leichte Nachtabsenkung ist wichtig. Das Terrarium sollte regelmäßig leicht besprüht werden, jedoch nicht dauerhaft nass sein. Ideal ist eine Einrichtung mit trockeneren und leicht feuchten Bereichen, damit die Tiere selbst wählen können.
Ruhephase
Madagaskar-Großkopfgeckos halten keine echte Winterruhe, sondern eher eine kühlere Ruhephase, die der natürlichen Trockenzeit ähnelt. Diese kann über etwa 6–8 Wochen erfolgen.
Während dieser Zeit können die Temperaturen etwas abgesenkt werden, zum Beispiel auf etwa 22–24 °C tagsüber und 18–20 °C nachts. Es wird weniger gefüttert und weniger gesprüht. Eine solche Ruhephase ist nicht zwingend notwendig, kann aber besonders bei Zuchttieren sinnvoll sein, da sie die Fortpflanzung fördern kann.